Ein virtueller Rundgang klingt nach Technik-Spielerei für Immobilienmakler. Für Läden und Lokale ist er aber vor allem eines: die Antwort auf eine Frage, die Kunden längst stellen, bevor sie zu dir kommen – „Wie ist es da eigentlich?“ Hier steht, wann sich das rechnet und wann nicht.
Wofür ein Rundgang im Laden oder Lokal überhaupt gut ist
Die Entscheidung, ob jemand deinen Laden betritt oder in deinem Lokal einen Tisch reserviert, fällt aus meiner Erfahrung meistens vorher – am Handy. Und dort steht deinem Betrieb oft nur wenig zur Verfügung: ein paar Fotos, Öffnungszeiten, Bewertungen. Ein Rundgang schließt genau die Lücke dazwischen. Der Gast läuft durch deinen Gastraum, sieht, wie eng die Tische stehen, wie viel Licht reinkommt, ob die Terrasse zur Straße liegt. Die Kundin sieht, ob dein Laden zu ihr passt, bevor sie die Tür aufmacht.
Für Gastronomie und Eventlocations kommt ein zweiter Punkt dazu: Anfragen für Feiern. „Passen 40 Leute rein?“ und „Wie sieht der Nebenraum aus?“ sind Fragen, die dich jede Woche Zeit kosten. Ein Rundgang beantwortet sie, während du kochst.
Was dafür spricht – und wie belastbar die Zahlen sind
Zur Offenlegung vorweg: Ich biete 3D-Rundgänge selbst an. Umso wichtiger, dass die Zahlen hier sauber eingeordnet sind – belastbare deutsche Studien zum Nutzen virtueller Rundgänge im Einzelhandel gibt es nämlich kaum. Was es gibt, sind Umfragen der Anbieter selbst, und die muss man entsprechend lesen.
Der Kamerahersteller Matterport hat 1.000 Erwachsene in den USA befragt und die Ergebnisse am 3. Dezember 2020 veröffentlicht: 73 Prozent würden lieber in einem virtuellen 3D-Store einkaufen, 75 Prozent interessieren sich mehr für 3D-Ansichten als für 2D-Fotos. Dazu gehören vier Einschränkungen: Es ist die Umfrage eines Anbieters, der 3D-Kameras verkauft. Sie stammt aus den USA, nicht aus Deutschland. Sie fiel in die Weihnachtssaison 2020, als laut derselben Umfrage 80 Prozent der Befragten wegen Corona-Sicherheitsbedenken mehr online kauften. Und den Befragten wurde vorher ein Beispiel eines 3D-Stores gezeigt – die Zustimmung bezieht sich also auf den Einkauf im virtuellen Store, nicht darauf, sich Räume vor einem Ladenbesuch anzusehen. Als Hinweis, dass Menschen Räume lieber begehbar als bebildert sehen, taugt die Umfrage. Als Umsatzversprechen für deinen Laden in Rendsburg nicht.
Härter belegt ist die Richtung, in die sich der Handel bewegt. Laut dem Studienbericht „Digitaler Handel in Deutschland“ von Bitkom Research (veröffentlicht im Juli 2026, Unternehmensbefragung im Frühjahr 2025) verkaufen nur noch 6 Prozent der Handelsunternehmen ausschließlich stationär – 2019 waren es 25 Prozent. Befragt wurden 505 Unternehmen aus Groß-, Einzel- und Kfz-Handel ab zehn Beschäftigten; kleinere Betriebe und die Gastronomie sind in dieser Stichprobe nicht enthalten. Die Richtung gilt trotzdem: Wer heute nur die Ladentür als Zugang anbietet, ist die Ausnahme geworden.
Wann sich das nicht lohnt
Ehrlich: nicht für jeden. Ein Rundgang bringt wenig, wenn deine Räume für die Kaufentscheidung keine Rolle spielen – ein reiner Onlineversand, eine Werkstatt ohne Kundenverkehr, ein Büro, in das nie jemand kommt. Er bringt auch wenig, wenn deine Räume gerade nicht vorzeigbar sind: Der Scan zeigt alles, auch das volle Lager in der Ecke. Und er ersetzt keine Grundlagen. Wenn dein Google-Profil unvollständig ist und niemand deine Öffnungszeiten findet, fang dort an, nicht bei 3D.
Der Rundgang lohnt sich dort, wo der Raum selbst das Verkaufsargument ist: Laden, Showroom, Restaurant, Café, Eventlocation, Praxis, Studio.
Was es kostet und was laufend dazukommt
Der Preis richtet sich nach Fläche und Anzahl der Räume – ein Café mit einem Gastraum ist in wenigen Stunden gescannt, ein Möbelhaus auf zwei Etagen nicht. Wichtig und oft verschwiegen: Zum einmaligen Scan kommen laufende Hosting-Kosten für die Matterport-Cloud, weil der Rundgang dort liegt und ausgeliefert wird. Beides gehört in ein sauberes Angebot, und beides steht bei mir drin, bevor du unterschreibst.
Was der Rundgang technisch kann, wie der Ablauf aussieht und wie das bei einem Rendsburger Barbershop gelaufen ist, steht auf meiner Seite zum 3D-Rundgang.
Ein Rundgang allein reicht selten
Ein Rundgang zeigt deine Räume. Was er nicht zeigt: dich, dein Team, die Arbeit dahinter. Deshalb ergibt die Kombination Sinn – ein Imagefilm erzählt die Geschichte, der Rundgang lässt Leute reinlaufen, und aus demselben Termin entstehen kurze Clips für Social Media. Ein Termin bei dir vor Ort, drei Dinge, die danach für dich arbeiten.
Unsicher, ob sich das für deine Räume rechnet?
Sag mir im kostenlosen Erstgespräch, was du hast und wen du erreichen willst – wenn ein Rundgang bei dir wenig bringt, sage ich dir das auch.
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