Ablauf

Wie lange dauert eine Videoproduktion?

„Wann habe ich den Film?“ ist nach dem Preis die zweite Frage im Erstgespräch – und die Antworten im Netz reichen von zwei Wochen bis zu drei Monaten. Beides stimmt. Es kommt darauf an, was dazwischen passiert. Hier steht, wohin die Zeit wirklich geht und woran du selbst schrauben kannst.

Was andere Anbieter angeben

Erst der Blick nach außen. Wichtig zur Einordnung: Das sind Eigenangaben von Produktionsfirmen zum jeweils eigenen Ablauf, keine neutrale Erhebung – und jede Firma versteht unter „Videoproduktion“ etwas anderes. Dasselbe gilt für mich: Ich verkaufe Videoproduktionen, lies also auch meine Angaben weiter unten mit diesem Wissen.

Die FIUMU GmbH aus Siegen nennt für kompakte Filme rund vier bis sechs Wochen, für umfangreichere Projekte bis zu zwölf Wochen. Der Hamburger Videograf Jan Schmidt gibt in seinem Ratgeber vom Februar 2026 rund 30 Tage vom Erstgespräch bis zum fertigen Image- oder Recruitingfilm an. Für kleinere Produktionen wie Testimonials oder Reels nennt er rund zwei Wochen vom Erstgespräch bis zur fertigen Ausspielung. Beide Angaben knüpft er ausdrücklich an eine Bedingung: dass der Kunde aktiv mitarbeitet. Die einzelnen Abschnitte des großen Ablaufs beziffert er so: höchstens zwei Wochen für Konzept und Planung, in der Regel noch einmal so lange für die Postproduktion – und ein Drehtag hat bei ihm in der Regel acht Stunden. Die Kölner Sommer & Co. GmbH schreibt dagegen, die Produktion eines professionellen Imagefilms dauere in den meisten Fällen etwa drei Monate.

Die Spanne erklärt sich nicht durch unterschiedliche Arbeitsgeschwindigkeit. Sie erklärt sich durch unterschiedliche Filme: Ein Interview-Format mit einem Drehtag im Betrieb ist etwas anderes als ein inszenierter Markenfilm mit Schauspielern, fünf Locations und einem Freigabeprozess über drei Abteilungen.

Die vier Phasen – und wo die Zeit hingeht

Erstgespräch, Konzept und Angebot. Ein paar Tage bis zwei Wochen. Hier wird entschieden, was der Film leisten soll: mehr Bewerbungen, mehr Anfragen, mehr Sichtbarkeit. Diese Phase zu überspringen spart keine Zeit, sondern verschiebt sie nur in die Korrekturschleifen am Ende.

Terminfindung und Vorbereitung. Der unterschätzte Block. Ein Drehtag muss in deinen Betriebsablauf passen, die Leute vor der Kamera müssen an dem Tag da sein, die Räume vorzeigbar. Bei Schichtbetrieb oder Außenmontage vergehen hier nach meiner Erfahrung schnell zwei bis drei Wochen, bevor überhaupt ein Termin steht.

Der Dreh. Meist ein Tag. Genau der Teil, den alle für den Hauptaufwand halten, ist schnell erledigt. Aus einem gut geplanten Drehtag hole ich das Hauptvideo und dazu kurze Clips für Social Media – ein Termin, mehrere Ergebnisse.

Schnitt, Freigabe, Feinschliff. Ein bis zwei Wochen bis zur ersten Fassung, danach deine Rückmeldung und der Feinschliff. Zwei Korrekturrunden sind normal und eingeplant. Was die Sache zieht, sind nicht die Runden selbst, sondern die Wartezeit dazwischen.

Was den Zeitplan verlängert

Drei der vier folgenden Punkte kannst du selbst beeinflussen, den vierten keiner von uns beiden – das ist keine Schuldzuweisung, sondern die Stelle, an der du Zeit gewinnen kannst.

Freigaben. Nach dem Dreh bleiben Projekte nach meiner Erfahrung hier hängen. Die Schnittfassung liegt drei Wochen bei dir, weil die Person, die freigeben muss, im Urlaub ist: Damit verschiebt sich alles Weitere um drei Wochen. Bestimm vorher eine Person, die Feedback gibt, und ein Datum, bis wann.

Zu viele Entscheider. Wenn fünf Leute mitreden und drei davon widersprüchliches Feedback geben, entstehen Runden, die niemand geplant hat. Sammle das Feedback intern und schick es mir gebündelt.

Ein unklares Ziel. „Irgendwas mit Video“ führt zuverlässig zu Nachbesserungen, weil sich erst an der fertigen Fassung zeigt, dass der Film etwas anderes können sollte. Das ist der Grund, warum ich das Erstgespräch nicht abkürze.

Wetter. Betrifft nur Außenaufnahmen, dann aber richtig. Dachdecker, Garten- und Landschaftsbau, Baustellen: Für solche Drehs plane ich von vornherein einen Ausweichtermin ein.

Wie das bei mir läuft

Auf meinen Leistungsseiten steht der Ablauf in vier Schritten: kostenloses Erstgespräch, Konzept und Angebot, Drehtag bei dir im Betrieb, fertiges Video mit Feinschliff. Die Terminfindung steckt dabei zwischen Angebot und Drehtag – sie taucht in dieser Vierer-Liste nicht auf und kostet trotzdem Wochen. Was das alles in Wochen bedeutet, hängt an deinem Projekt – ein Termin für die Auslieferung steht im Angebot, nicht hier im Blog. Ich nenne dir lieber ein Datum, das ich halten kann, als eine Zahl, die gut klingt.

Ein Vorteil aus der Region ergibt sich von selbst: Ich sitze in Rendsburg. Für einen Betrieb in Büdelsdorf, Fockbek oder Osterrönfeld heißt das kurze Wege für Vorgespräch, Dreh und Übergabe – ohne Anreisetage, die im Zeitplan und auf der Rechnung stehen. Und wenn beim Dreh etwas fehlt, komme ich für die Nachaufnahme noch einmal vorbei, statt die Lücke im Schnitt zu kaschieren.

Wenn es schnell gehen muss

Manchmal drückt der Termin: Eine Stelle muss besetzt werden, eine Messe steht an, ein Jubiläum. Dann sag das im Erstgespräch, nicht wenn die Schnittfassung steht. Verkürzen lassen sich der Konzeptteil, die Zahl der Formate und die Korrekturrunden – und ein einfaches, ehrliches Format passt für Recruiting ohnehin oft besser als der aufwendige Weg.

Nicht verkürzen solltest du den Schnitt selbst. Tonschnitt und Farbkorrektur sieht man einem Film an, wenn sie fehlen – und ein Video, das nach Eile aussieht, sagt über deinen Betrieb etwas, das du nicht sagen wolltest. Wie ein fertiges Ergebnis aussieht, siehst du in meinem Portfolio; was ein Imagefilm im Detail beinhaltet, steht auf der Leistungsseite.

Du hast einen festen Termin im Kopf?

Sag mir im kostenlosen Erstgespräch, bis wann das Video stehen muss – dann bekommst du einen realistischen Zeitplan statt eines Wunschdatums.

Kostenloses Erstgespräch

FAQ

Kurz nachgefragt

Wie schnell geht es, wenn es wirklich eilig ist?

Sag es im Erstgespräch, nicht hinterher. Verkürzen lassen sich Konzeptschleifen, die Zahl der Formate und die Korrekturrunden – dann steht ein einfaches Video nach einem Drehtag deutlich schneller. Was sich nicht verkürzen lässt, ohne dass man es sieht: Tonschnitt und Farbkorrektur. Einen verbindlichen Termin bekommst du von mir im Angebot.

Warum dauert der Schnitt länger als der Dreh?

Weil ein Drehtag rohes Material liefert und daraus erst ein Film werden muss: sichten, sortieren, Schnittfassung bauen, Ton säubern, Farbe angleichen, Musik und Text setzen. Der Hamburger Videograf Jan Schmidt veranschlagt für die Postproduktion in der Regel zwei Wochen – das deckt sich mit meiner Erfahrung.

Woran hängen Projekte in der Praxis?

An zwei Stellen, und beide haben nichts mit Technik zu tun: vor dem Dreh an der Terminfindung, nach dem Dreh an den Freigaben. Ein Drehtag muss in deinen Betriebsablauf passen und die Leute vor der Kamera müssen an dem Tag da sein – bei Schichtbetrieb oder Außenmontage dauert allein das nach meiner Erfahrung zwei bis drei Wochen. Wer früh einen Termin festzurrt und vorher festlegt, wer freigibt, spart mehr Zeit als jede Abkürzung im Schnitt.