Praxis

Video im Google-Unternehmensprofil: Vorgaben und Ideen

Dein Google-Unternehmensprofil zeigt Öffnungszeiten, Bewertungen und Bilder – in der Google-Suche und auf Google Maps. Dort ist auch Platz für Videos, und nach meiner Beobachtung lassen viele Betriebe ihn leer. Hier steht, was Google technisch verlangt, was in 30 Sekunden passt und was du von einem Video im Profil erwarten kannst. Und was nicht.

Was Google technisch verlangt

Die Vorgaben stehen in der Google-Hilfe zum Unternehmensprofil, und sie sind kurz: maximal 30 Sekunden, bis zu 75 MB, eine Auflösung von 720p oder höher. Die Auflösung ist für ein aktuelles Smartphone kein Problem. Aufpassen musst du bei Länge und Dateigröße: Ein Clip in 4K kann die 75 MB schnell überschreiten. Exportier im Zweifel in Full HD und prüf vor dem Hochladen die Dateigröße.

Zwei Dinge aus derselben Hilfeseite, die nach meiner Erfahrung oft übersehen werden. Erstens: Fotos und Videos sind auf Google erst zu sehen, nachdem dein Unternehmensprofil bestätigt ist. Zweitens: Beim Hochladen kann das Video zunächst auf „Ausstehend“ stehen, solange es hochgeladen oder verarbeitet wird. In dieser Zeit ist es öffentlich noch nicht zu sehen. Google prüft außerdem, ob es den Richtlinien entspricht. Laut Google kann es 24 bis 48 Stunden dauern, bis es im Profil erscheint. Steht es auf „Live“, wird es in der Google-Suche und auf Google Maps gezeigt.

Was in 30 Sekunden passt

Für Fotos gibt Google in seinen Tipps für Unternehmensfotos eine klare Richtung vor: unter anderem je mindestens drei Außen- und Innenaufnahmen, für deine Dienstleistungen typische Fotos, Produktfotos sowie Fotos von Geschäftsleitung und Mitarbeitern. Diese Themen sind auch ein guter Plan für Videos. Ein paar Beispiele, die in 30 Sekunden funktionieren:

Der Weg rein. Vom Parkplatz durch die Tür bis an den Tresen. Wer zum ersten Mal kommt, weiß danach, wo er hinmuss – gerade bei Betrieben in Gewerbegebieten oder Hinterhöfen.

Ein Handgriff aus der Arbeit. Die Fliese, die gesetzt wird. Das Haar, das geschnitten wird. Das Brot, das aus dem Ofen kommt. Ein Arbeitsschritt zeigt mehr Können als ein Satz darüber.

Das Team. Drei, vier Gesichter, ein Satz pro Person. Kunden sehen, mit wem sie es zu tun haben, und Bewerber gleich mit.

Bei Fotos rät Google, sie nicht stark zu bearbeiten und nicht zu viele Filter oder KI-Tools zu verwenden – es komme auf die realistische Darstellung an. Meine Meinung: Für Videos gilt derselbe Maßstab. Wer dein Video im Profil sieht, will wissen, wie es bei dir wirklich aussieht – keinen Werbespot.

Vorhandenes Material nutzen

Wenn du bereits einen Imagefilm oder ein Recruitingvideo hast, ist das Material für das Profil oft schon gedreht. Aus einem Drehtag lassen sich mehrere kurze Fassungen schneiden – eine davon kann genau für diesen Platz gemacht sein: 30 Sekunden, ohne langen Vorspann, mit dem Wichtigsten in den ersten Sekunden. Dieselben Clips laufen dann oft auch als Social-Media-Content.

Achte dabei auf die Musik. Ob ein Titel außerhalb der Plattform genutzt werden darf, für die er lizenziert wurde, ist keine Formsache. Was hier gilt, steht im Beitrag Darf ich diese Musik in meinem Firmenvideo nutzen?

Was ein Video im Profil leistet – und was nicht

Ehrlich gesagt: Ob ein Video dein Unternehmensprofil in der Google-Suche nach oben bringt, dazu macht Google auf den genannten Hilfeseiten keine Angabe. Ich mache dir deshalb auch kein Versprechen dazu. Was ein Video leistet: Es beantwortet die Frage „Wie sieht es da aus, und wer arbeitet da?“, bevor jemand anruft.

Und es ersetzt keinen Rundgang. Ein Video zeigt, was die Kamera zeigt. Ein 3D-Rundgang lässt deine Kunden selbst entscheiden, wohin sie schauen – und kann auf Wunsch bei Google Street View erscheinen. Für Läden, Gastronomie und Praxen lohnt sich das nach meiner Einschätzung eher als für eine Werkstatt ohne Kundenverkehr; was so ein Rundgang kostet, habe ich im Beitrag Was kostet ein 3D-Rundgang? eingeordnet.

Noch ein Punkt: Auch Kunden können Bilder zu deinem Profil hinzufügen. Laut Google-Hilfe kannst du beantragen, dass solche Fotos entfernt werden. Dazu kommt: Mit eigenem, aktuellem Material sind die Kundenfotos nicht das Einzige, was man von dir sieht.

Du willst Material für dein Google-Profil?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns dein Profil an und klären, ob kurze Videos, ein Rundgang oder beides für deinen Betrieb in Rendsburg und Umgebung Sinn ergibt. Wenn eins davon nichts bringt, sage ich dir das.

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FAQ

Kurz nachgefragt

Warum ist mein Video nicht zu sehen?

Laut Google-Hilfe kommen unter anderem diese drei Gründe infrage. Erstens: Dein Unternehmensprofil ist noch nicht bestätigt – vorher sind Fotos und Videos auf Google nicht zu sehen. Zweitens: Das Video steht noch auf „Ausstehend“ und wird verarbeitet; laut Google kann es 24 bis 48 Stunden dauern, bis es erscheint. Drittens: Es steht auf „Nicht genehmigt“ – dann wurde es laut Google gemeldet und verstößt gegen die Richtlinien. Deine hochgeladenen Videos findest du in deinem Profil – dort siehst du auch, ob sie angekommen sind.

Darf das Video länger als 30 Sekunden sein?

Nein. Laut Google-Hilfe dürfen Videos maximal 30 Sekunden lang sein. Schneid lieber eine eigene kurze Fassung, die für genau diesen Platz gemacht ist.

Kann ich das Video selbst mit dem Handy drehen?

Ja. Wichtiger als die Auflösung ist die Dateigröße – siehe die 75 MB oben. Achte außerdem auf ruhige Bilder, gutes Licht und darauf, dass man erkennt, wo das Video entstanden ist. Wenn du ohnehin einen Imagefilm oder ein Recruitingvideo drehen lässt, frag nach einer 30-Sekunden-Fassung dazu – das ist meist nur wenig zusätzlicher Aufwand.